Autokauf

Kaum ein anderer Bereich des Kaufrechts hat soviel zur Rechtssprechung beigetragen, wie der Autokauf. Sei es beim Kauf eines Neufahrzeugs oder beim Kauf eines Gebrauchten, die Probleme sind zahlreich.

In beiden Fällen handelt es sich um Kaufverträge, dennoch ist die Ausgangskonstellation unterschiedlich und daher getrennt zu betrachten.

Neuwagenkauf

Beim Neuwagenkauf wird der Vertrag mit einem Händler geschlossen, der etwas Neues verkauft, zu dem es Prospekte gibt und das (meist) mit einer Herstellergarantie ausgestattet ist. Hier gibt es zahlreiche Fragen zu den Eigenschaften, die ein Neufahrzeug erfüllen muss und/oder die sich aus dem Prospekt ergeben oder etwa in Bezug auf die Neuwertigkeit bei Tageszulassungen, Standzeiten etc. Problematisch können auch Mängel sein, die nicht auf das Fahrzeug an sich, sondern auf die Serie zurückzuführen sind. Was muss sich der Käufer gefallen lassen, was darf der Händler vorgeben?

Gebrauchtwagenkauf

Hier ist die Situation insofern anders, als der Wagen bereits einige Zeit gelaufen ist, daher einer gewissen Abnutzung unterliegt und Gebrauchsspuren aufweist. Auch muss der Verkäufer nicht unbedingt ein Händler sein, so dass beim Kauf/Verkauf von/an privat zusätzlich die Regeln des Verbrauchsgüterkaufs zur Anwendung kommen können.

Zudem kommt es bei gebrauchten Fahrzeugen vermehrt auf die Frage an, was der Verkäufer an Aussagen über das Fahrzeug trifft und inwieweit der Käufer bestimmte Erwartungen an das Fahrzeug und seine Eigenschaften haben darf oder durfte.

Da die Palette der Möglichkeiten außerordentlich umfangreich ist, seinen hier nur ein paar Stichworte aus den typischen Konstellationen aufgelistet:

  • Unfallfreiheit/Bagatellschäden
  • tatsächliche Laufleistung (Tachoangaben, Check-Heft, etc.)
  • Sachmangel in Abgrenzung zum Verschleiß

Bei konkreten Fragen zu nähere Einzelheiten, wenden Sie sich bitte an unser Büro.